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Italien hat in Europa schon sehr früh eine entscheidende Rolle in Kunst und Kultur gespielt. Die römische Antike war in der Zeit des Römischen Reiches Vorbild aller Bauwerke Europas. Auch im Mittelalter und in der Zeit der Renaissance war Italien das Ausgangsland der europäischen Kunst, Kultur und Forschung. Auf dem Gebiet der Malerei, Bildhauerei und Architektur brachte Italien eine Fülle bedeutender Persönlichkeiten wie Leonardo da Vinci, Botticelli, Raffael, Fra Angelico und Michelangelo hervor. Italien ist weltbekannt für seine Kunst und Kultur, für seine historischen Gebäude wie das Kolosseum und den schiefen Turm von Pisa genauso wie für seine Küche (Pizza, Pasta, etc.), Wein, Lebensart, Eleganz, Design, Film, Theater, Literatur, Poesie, Malerei, Musik (insbesondere die Oper) und allgemein gesprochen für guten Geschmack. Italien hat in der Fremdsprachenausbildung in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gemacht: Englisch wird bereits in der Grundschule unterrichtet, eine zweite lebende Fremdsprache kommt in der Sekundarstufe I dazu. Die fünfjährigen Gymnasien sehen daneben i. d. R. Lateinunterricht vor, beim altsprachlichen Liceo Classico kommt noch Altgriechisch dazu. Im Hochschulbereich (scuola superiore) sind die Universitäten von den Fachhochschulen (istruzione tecnica superiore) und sonstigen Hochschulen und Akademien zu unterscheiden. Neben dem klassischen fünfjährigen Universitätsstudium gab es schon in der Vergangenheit (zunächst einige wenige) dreijährige praxisorientierte Studiengänge (diploma universitario), Anfang der 1990er Jahre wurden diese dann systematisch ausgebaut (laurea breve) und übernahmen die Rolle von Fachhochschulstudiengängen. Mit dem Bologna-Prozess entstand auch an italienischen Universitäten die Unterteilung in ein dreijähriges Bachelorstudium mit nachfolgendem zweijährigem Masterstudiengang. Danach können u. U. Spezialisierungs- und Forschungsstudiengänge absolviert werden. Eigenständige Fachhochschulen wurden erst in den letzten Jahren gegründet, vielfach von privaten Trägern.
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