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Djerba ist ein populäres Reiseziel. Die Vegetation ist geprägt von Palm-, Granatapfel- und Olivenbäumen sowie Feigenkakteen mit ihren stacheligen Früchten, den Kaktusfeigen. Das Klima ist mild und sonnig und die Strände sind für Badeurlaube geeignet. Vor allem der nordöstliche Küstenstreifen hat lange Sandstrände. Die Bevölkerung des Eilands ist Gästen gegenüber offen, hilfreich sind französische Sprachkenntnisse und einige arabische Wendungen. Händler in den größeren Orten sowie Taxifahrer verfügen häufig auch über deutsche Sprachkenntnisse. Die Fähren zwischen der Insel und dem Festland fahren in der Hochsaison regelmäßig. Es befindet sich auch ein internationaler Flugplatz auf der Insel. Ein befahrbarer Damm verbindet die Insel mit dem Festland. Auf dem Damm verläuft eine Pipeline, mit der Trinkwasser aus der Gegend von Medenine auf die Insel transportiert wird. Ohne diese Wasserversorgung wäre der Tourismus auf der Insel nicht denkbar. 80 Prozent des Wassers dienen der Versorgung der Touristen, nur 20 Prozent werden von der einheimischen Bevölkerung genutzt.

In der Antike war Djerba unter dem griechischen Namen Meninx  laut Ptolemäus „Insel der Lotosesser“) bekannt. Von 1134 bis 1165 hielten die Normannen Djerba besetzt. 1154 schlugen sie einen Aufstand der Bewohner blutig nieder. Von 1524 bis 1551 war Djerba ein Hauptstützpunkt der türkisch-nordafrikanischen Korsaren unter Turgut Reis. In der Seeschlacht von Djerba vom 9. bis zum. 14. Mai 1560 fügte eine Flotte des Osmanischen Reichs unter Großadmiral Piale Pascha und Turgut Reis der Flotte einer von Spanien angeführten Koalition christlicher Mittelmeermächte eine vernichtende Niederlage zu. Nach Süden hin ist die Insel mit einem etwa 7 km langen und gut 10 m breiten Damm mit dem Festland verbunden. Der Damm geht auf die römische Zeit, eventuell sogar schon auf die punische Zeit zurück. Später wurde der Damm vom Meer überflutet. Während der Auseinandersetzungen Draguts mit den Spaniern wurde er um 1551 oder früher aus Sicherheitsgründen durchbrochen.